Ostern in Italien: Traditionen und spirituelle Erlebnisse

Osterfeier: ein spirituelles Urlaub in Italien

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Man muss nicht gläubig sein, um die Atmosphäre von Ostern zu genießen. Und man muss auch nicht katholisch sein, um die Emotionen der Feierlichkeiten zu spüren, insbesondere in Ländern, in denen bestimmte Momente besonders populär sind. Italien zeigt sich in der Osterzeit von seiner schönsten Seite. Vor allem im Süden finden die farbenprächtigsten und eindrucksvollsten Feierlichkeiten statt. Wir nehmen Sie mit auf eine Entdeckungsreise zu drei besonderen Bräuchen, die von Florenz bis zu den großen Inseln reichen und Spiritualität und künstlerische Schönheit vereinen.

 

Gründonnerstag: „Le Vare“ in Caltanissetta

 

Ob Sie am Flughafen Catania (CTA) oder am Flughafen Palermo (PMO) landen, die Entfernung bleibt gleich. Mit einem Transfer erreichen Sie bequem das Herz Siziliens, die Bezirkshauptstadt Caltanissetta, die nur wenige wirklich kennen. Und wann wäre ein besserer Zeitpunkt, sie zu entdecken, als während der Karwoche mit all ihren Ritualen?

Die Karwoche in Caltanissetta ist berühmt für ihre Ähnlichkeit mit den spanischen Feierlichkeiten in Sevilla, insbesondere der Abend des Gründonnerstags ist der Tag der sogenannten Vare (VIDEO HIER ). Der Brauch, diese Statuengruppen in Prozessionen zu tragen, geht auf das 18. Jahrhundert zurück: die Statuen wurden aus Pappmaché und Holz gefertigt und auf „Katafalken“ platziert, die über den Schultern getragen wurden. Erst Ende des 19. Jahrhunderts erhielten sie jedoch dank des Interesses hochqualifizierter Künstler ihr heutiges Aussehen, ein Zeugnis des damaligen Reichtums von Caltanissetta. Jede Vara trägt lebensgroße Figuren und stellt Szenen aus der Passion Christi dar, von denen einige von berühmten Gemälden der Renaissance inspiriert sind. Jede Vara repräsentiert eine Zünft, die mit Hilfe von Musikgruppen die Szenen bis spät in die Nacht (2 oder 3 Uhr) begleitet und sich erst am nächsten Tag wieder trifft.

Wenn Sie in Caltanissetta übernachten, sollten Sie unbedingt die barocke Altstadt bewundern: die Kathedrale Mariä Neuzeit, die Kirche San Sebastiano, die Abtei des Heiligen Geistes, die Kirchen Santa Agata, Notre-Dame de la Angeli und Santa Cross. Verpassen Sie nicht die Stadtpaläste, die Ruinen des Pietrarossa Schloss und die Villa Amedeo (einer der drei Stadtparks). Ein Denkmal der Moderne ist die 286 Meter hohe, heute ungenutzte Antenne des Radiosenders, die die Stadt noch immer überragt.

 

Karfreitag: Der „Kalvarienberg“ von Iglesias

 

Um nach Iglesias zu gelangen, landen Sie am Flughafen Cagliari (CAG) und fahren von dort etwa 46 Kilometer in diese prächtige Stadt an der Westküste Sardiniens. Sie werden von einer perfekt erhaltenen Altstadt mit gotischer, romanischer und neoklassizistischer Architektur empfangen. Ihre Tour führt Sie unter anderem zu folgenden Höhepunkten: der Kathedrale Santa Chiara, der mittelalterlichen Stadtmauer, dem  Salvaterra Schloss, dem Alten Rathaus, dem Palazzina Bellavista und umliegenden Sehenswürdigkeiten wie Porto Flavia und den proto-nuragischen Ruinen.

Sollten Sie sich am Karfreitag in Iglesias aufhalten, sollten Sie unbedingt die Prozession zum Monteberg miterleben. Sie beginnt morgens mit dem Aufstieg zum Kalvarienberg, der durch die Kirche San Michael symbolisiert wird. Dort befindet sich die Statue des toten Christus, die den ganzen Tag über verehrt wird. Am Nachmittag beginnt die ergreifende Prozession „Descenzo“, um die Statue zurück ins Stadtzentrum zu bringen – eine wahrhaft heilige Darstellung einer sardischen Bestattungszeremonie, übertragen auf den Leichnam Jesu. Die religiösen Vereinigungen der Stadt begleiten die Prozession in einer emotionalen und mitunter sehr bewegenden Atmosphäre (VIDEO HIER).

 

Ostersonntag: die „Explosion“ in Florenz

 

Florenz ist weltbekannt! Als italienisches Reiseziel par excellence bietet die Stadt historische Routen voller künstlerischer und architektonischer Schönheit. Am Ostersonntag erwacht das Zentrum von Florenz jedoch auch zu einem anderen besonderen Ereignis: der Explosion des Wagens! Wenn Sie dieses Spektakel bewundern möchten, ist der nächstgelegene Flughafen der Flughafen Florenz (FLR).

Die Florentiner Ostertradition reicht bis in die Zeit der Kreuzzüge zurück und erinnert an die Feierlichkeiten zur Befreiung Jerusalems durch das Entzünden eines Reinigungsfeuers. Heute ist die Zeremonie mit dem Ostersonntag verbunden (VIDEO HIER). Dies ist einer Änderung zu verdanken, die sich etwa im 18. Jahrhundert ergab: Da der Wagen jedes Jahr durch das Feuer beschädigt wurde, beschloss man 1765, einen robusten und langlebigen Wagen zu bauen, den sogenannten Brindellone“. Diese zehn Meter hohe, dreistöckige Apparatur wird nicht mehr zerstört, sondern mit Hunderten von Fackeln und Feuerwerkskörpern geschmückt. Licht und Lärm, aber keine verheerenden Brände mehr, sorgen dafür, dass das Spektakel ewig währt.

Der Wagen wird mit einer taubenförmigen Rakete „erleuchtet“, die an einem Seil befestigt ist. Nachdem sie Funken gezündet hat, soll sie in die Hand des Bischofs zurückkehren, der sie abgefeuert hat. Kehrt die Rakete sofort zurück, wird es ein glückliches Jahr. Bleibt sie hängen oder erlischt sie, bedeutet das Unglück! Wo sonst auf der Welt findet man eine so außergewöhnliche Geste, die das Heilige und das Profane vereint? Das darf man sich wirklich nicht entgehen lassen!

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