Wenn Sie nach Korsika reisen, sollten Sie die Insel mit neugierigen Augen und Offenheit erkunden. Diese Insel mit französischer Geschichte und italienischer Kultur ist ein Universum für sich, das darauf wartet, nach und nach entdeckt zu werden. Ein Besuch der Hauptstadt Ajaccio ist zwar ein Muss für jeden Touristen, aber die Erweiterung Ihres Wissens über die umliegende Wildnis macht den Unterschied. Wenn Sie Korsika kennenlernen möchten, beginnen Sie im Süden der Insel. Dieser ist sicherlich der touristischste und daher etwas überlaufen, aber er ist auch Ihr „Personalausweis“, der Ihnen später hilft, andere Seiten dieses magischen Landes zu entdecken. Mit dem Auto dauert diese Tour nur drei Stunden … aber idealerweise legen Sie an jedem Halt einen Zwischenstopp ein. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Flughafen Ajaccio (AJA) und Flughafen Figari-Südkorsika (FSC).
Ajaccio
Elegant, aber nie zu snobistisch, ist die Hauptstadt Ajaccio ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Ihr historisches Zentrum ist reich an Denkmälern und erinnert an mittelitalienische Städte. Neben der Kathedrale können Sie auch das Haus Napoleon Bonapartes, die Casa dei Milelli aus dem 17. Jahrhundert und das Fesch-Museum bewundern. Die mittelalterliche Zitadelle ist berühmt für ihren prächtigen Leuchtturm, während der Stadtstrand drei kegelförmige Inseln (die Sanguinaires-Inseln) überblickt, auf denen sich ein weiterer historischer Leuchtturm befindet. Weitere Strände der Hauptstadt sind Ruppione, Isolella, Capo di Feno und Cala Fica.
Abkürzung ins Landesinnere: Grosseto-Prugna und Zonza
Nachdem Sie Ajaccio verlassen haben, folgen Sie nicht der Küstenstraße, sondern nehmen Sie eine Abkürzung ins Inselinnere. In einer Landschaft aus schroffen Bergen und grünen Wäldern passieren Sie charmante Städte wie Grosseto-Prugna. Allein der Blick auf das Zentrum mit den weißen Berggipfeln dahinter ist einzigartig … und bei einer Erkundung der Stadt werden Sie noch viel mehr entdecken. Grosseto-Prugna ist berühmt für seine mittelalterlichen Türme: den genuesischen Turm von Capitello, den Turm von Frassu, das befestigte Haus von Frasso … selbst der Glockenturm von Saint-Césaire mit seinen venezianischen Mosaiken auf der Spitze ist ein Turm für sich! Die Dörfer, die das historische Zentrum ergänzen (Prugna, Colonna Bozzi, Polverelli, Giacometti), sind kleine Juwelen aus dem 16. Jahrhundert, die darauf warten, entdeckt zu werden.
Zonza ist eine Berglandschaft, die fast an die Panoramen der sardischen Gallura erinnert. Die Stadt lebt von der Landwirtschaft und vor allem von der Produktion exzellenten Weins, der in den örtlichen Kellereien verkostet werden kann. Die lokalen Schätze sind die kleinen Dörfer rund um das Zentrum: Sainte-Lucie, Pinarello Taglio Rosso und Baca. Hier können Sie die höchstgelegene Pferderennbahn Europas (762 Meter über dem Meeresspiegel) besuchen.
Propriano
Kehren Sie ans Meer zurück und Sie erreichen die Küstenstadt Propriano. Propriano erinnert eher an ein venezianisches Lagunendorf als an eine französische Stadt und besticht durch eine kompakte und diskrete Altstadt, in der mittelalterliche Kirchen und moderne Geschäfte harmonisch miteinander verschmelzen. Unweit des Zentrums können Sie das Thermalbad Bagno Caldane und die 8.000 Jahre alte prähistorische Ausgrabungsstätte Filitosa besuchen. Verpassen Sie nicht einen Besuch in Sartene, einem alten Dorf, das für seine Legenden über Banditen und Räuber bekannt ist! Für alle, die das Meer lieben, bietet Propriano zahlreiche Strände, sowohl im Zentrum als auch in der Nähe. Zu den bekanntesten zählen Porto Pollo, Taravo, Baracci, Capu Laurozu und Campomoro.
Bonifacio
Fährt man Richtung Südspitze, taucht Bonifacio auf, das von den Höhen seiner befestigten Zitadelle über Sardinien thront. Hier berühren sich die beiden großen Inseln fast und teilen alles: Landschaften, Kultur und Sprache. Bonifacio ist eine Stadt mit einer 6.000-jährigen Geschichte, die noch heute durch antike Monumente erzählt wird. Bewundern Sie das Zentrum: die Kirche Santa Maria Maggiore mit ihrem romanischen Glockenturm, die Porta Genova, die Königstreppe, den Gouvernail-Tunnel und den Hafen. Es gibt unzählige Strände in traumhaften Farben, an denen Sie entspannen und die Welt vergessen können: Petit Sperone, Grand Sperone, Piantarella, die wilde Balistra, Tonnara, Stagnolu …
Von Figari nach Porto Vecchio
Die letzte Etappe der Tour führt Sie zurück ins Landesinnere, allerdings nur für wenige Kilometer. Entdecken Sie Figari: eine mittelalterliche Stadt, die an toskanische Dörfer erinnert, umgeben von Hügeln und Weinbergen, bietet Entspannung, Ruhe und eine 360-Grad-Schönheit. Die religiöse Architektur ist das wichtigste Monument im Zentrum, doch der wahre Schatz ist der kleine Strand, der nur wenige Kilometer entfernt liegt. Von Figari führt die Straße direkt nach Porto Vecchio, dem Endpunkt der Tour.
Porto Vecchio wurde von den Genuesen gegründet und zeigt noch heute seinen ligurischen Charakter. Die kleine Zitadelle mit ihren alten Stadtmauern spiegelt dieses alte italienische Erbe wider, während die Kirche Saint-Jean-Baptiste und der Place de la République dieses historische und künstlerische Panorama vervollständigen. Lassen Sie sich von der romantischen Marina mit ihren alten Docks und modernen, speziell für Touristen konzipierten Veranstaltungen verzaubern. Für ein letztes entspannendes Bad bietet sich ein Strand rund um Porto Vecchio an: Palombaggia, Rondinara, das makellos weiße Tamaricciu oder das geheimnisvolle und exotische Carataggio. Gehen Sie, wenn Sie möchten, noch weiter und streben Sie Punta Chiappa (auf Italienisch: das Gesäß!) und seinen historischen Leuchtturm an!
