Ein Urlaub in Lissabon kann auch mit den Klängen des Fado beginnen, dem berühmten melancholischen und romantischen Tanz, der zu einem prägenden Merkmal dieser Stadt und ganz Portugals geworden ist. Fado, 2011 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO ernannt, wird mit Rhythmusgitarre, portugiesischer Gitarre (12 Saiten) und einem oder mehreren Kontrabässen gespielt. Er wird in drei Stile unterteilt: Lissabons Fado, Coimbras Fado und Portos Fado. Während die Melodien, die mit Coimbra und Porto assoziiert werden, zwischen Extremen variieren (ersterer hochpoetisch und traditionell, letzterer lebhafter und moderner), ist die in Lissabon gespielte Melodie eine Mischung, die sich zu einem wärmeren, populäreren Stil entwickelt. Es ist kein Zufall, dass er in kleinen, intimen Lokalen, sogenannten „Tascas“, gespielt wird, die oft mit Restaurants oder Tavernen verbunden sind.
Lissabons Fado entdecken
Ihre Fado-Reise durch Lissabon führt Sie durch drei ganz besondere Viertel: Barrio Alto, Alfama und Chiado. Um dorthin zu gelangen, können Sie nach der Landung am Flughafen Lissabon (LIS) einen der schnellen und bequemen Services von Transfeero wählen, einschließlich der Nutzung eines privaten Fahrers, der Sie führt. Gönnen Sie sich nach Ihrer Ankunft jedoch das Vergnügen, die Geheimnisse der Viertel zu Fuß zu erkunden!
Barrio Alto: Der Fado der Überlebenden
Barrio Alto, das obere Viertel, ist ein Überlebender. Dieser Teil der Stadt war der einzige, der nach dem verheerenden Erdbeben von 1755 noch standhielt, und hat daher sein elegantes, antikes Aussehen bewahrt. In letzter Zeit ist es zu einer großen Touristenattraktion geworden, und seine Kopfsteinpflasterstraßen wurden zusätzlich mit Blumen, Girlanden und farbenfrohen Häusern geschmückt.
Die Klänge des Fado erklingen hier im Barrio Alto in der Tasca do Chico, der historischen und renommierten Adega Machado und auch in der Tasca A Severa (gewidmet Maria Severa, der ersten Fado-Tänzerin, die zum internationalen Star wurde).
Bei Ihrem Spaziergang durch diese berühmten Orte können Sie den Blick auf die Stadt vom Panoramapark São Pedro de Alcântara genießen, wo die farbenfrohe Standseilbahn hält. Oder machen Sie einen Abstecher zum Apothekenmuseum oder bewundern Sie die Gebäude aus dem 18. Jahrhundert wie den Palácio do Correio Velho oder das Colégio dos Inglesinhos. Verpassen Sie nicht die Kirche São Roque und die wertvollen Kunstwerke aus der Zeit vor dem Erdbeben.
Alfama: Arabischer Fado
Das Viertel Alfama grenzt an das Barrio Alto und hat seine Struktur aus dem 18. Jahrhundert vor dem Erdbeben nahezu intakt bewahrt. Sein Name (vom arabischen al-Hamma, was „die Bäder“ bedeutet) zeugt von einer reichen und alten Geschichte, die heute ganz im Dienste der Touristen steht.
Um Fado zu hören, sollten Sie unbedingt im Mesa de Frades speisen, einem Restaurant-Tasca in einer ehemaligen Kirche, in der dieser Tanz zu einer wahrhaft heiligen Zeremonie geworden ist! Alternativ können Sie sich im Clube de Fado treffen, einem der ältesten Veranstaltungsorte dieser Tanztradition.
Das Viertel Alfama erstreckt sich den Hang hinunter zum Meer, genauer gesagt zum Ufer des Tejo. Oben angekommen, können Sie die wunderschöne Burg São Jorge, eine mittelalterliche Schloss mit märchenhaftem Flair, nicht übersehen! Bei einem Spaziergang durch Alfama entdecken Sie außerdem die Kathedrale von Lissabon, das Kloster São Vicente de Fora, die Kirche Santa Engràcia und mehrere spektakuläre Aussichtspunkte, darunter den berühmten Miradouro Santa Luzìa.
In Chiado: Der Volksfado
Chiado ist ein Viertel, das sich zwischen Hügel und Meer, zwischen Barrio Alto und Baixa Lisboa, erstreckt. Es dreht sich um den großen Platz, nach dem es benannt ist und auf dem sich – so scheint es – einst eine berühmte Taverne befand: die des Gastwirts Don Chiado! Das ehemalige Arbeiterviertel hat sich im Laufe der Zeit zu einem Treffpunkt für Dichter, Schriftsteller, Schauspieler und Musiker entwickelt. Hier entsteht die Musik also aus der Inspiration des Volkes!
Es gibt viele „Tascas de Fado“ in Chiado, aber die berühmteste ist Povo. Obwohl dieser Veranstaltungsort die traditionelle Fado-Atmosphäre bewahrt, hat er ein moderneres Flair und einen lebendigeren Stil, der besonders junge Leute anspricht.
Die Menschen kommen nach Chiado, um die barocke Architektur zu bewundern: die Paläste rund um den Largo del Chiado, die Casa do Ferreira, das Carmo-Kloster am gleichnamigen Platz, wo im Frühling die Jacaranda-Bäume überall lila Blütenblätter verbreiten, und den Valadares-Palast neben der Abfahrtsstation der Standseilbahn. Auch die Kirche Nossa Senhora da Encarnação ist wunderschön. Wenn Sie zwischen dem Einkaufen und leckerem Essen entspannen möchten, spazieren Sie die lange und reichhaltige Via do Carmo entlang.
