Tunesien ist ein beliebtes Reiseziel, das fast jeder kennt oder kannte. Spricht man von Tunesien, denkt man meist an die Hauptstadt Tunis, an Küstenstädte wie Sousse, Hammamet, Sfax und Monastir oder an die aufregenden Wüstenregionen Al Borma und den Jebil-Nationalpark. Man-che erinnern sich auch an die berühmteste Insel mit ihren traumhaften Badeorten: Djerba. Doch Tunesien bietet zahlreiche weitere Inseln, die zwar nicht unbedingt als Touristenparadiese gelten, aber ebenso faszinierend sind. Ob Sie am Flughafen Tunis-Carthage (TUN) oder am Flughafen Monastir (MIR) landen – dank des maßgeschneiderten Transfers von Transfeero, der Ih-nen auch professionelle und ortskundige Fahrer zur Verfügung stellt, erreichen Sie Ihre Abfahrtshäfen und können diese kleinen, abgeschiedenen Welten entdecken.
Die tunesischen Inseln
Abgesehen von Djerba und Kerkennah sind die tunesischen Inseln sehr klein. Viele bestehen nur aus Felsen und sind größtenteils Naturparadiese, in denen Flora und Fauna das Landschaftsbild prägen. Menschen nutzen sie nur für wenige Stunden, bringen Touristengruppen und bieten ihnen vielleicht die Möglichkeit zu übernachten. Warum also den Fokus auf die Inseln legen, anstatt den Rest des Landes zu erkunden, der reich an Geschichte und Sehenswürdigkeiten ist? Ganz einfach: um den wilden Charme Tunesiens zu genießen und ein paar Tage fernab vom Stress der modernen Welt zu verbringen.
Zu den kleineren Inseln Tunesiens gehören: das Kneiss-Archipel, die Inseln La Galite, Kuriat, Zembra und Zembretta sowie die Felseninseln Zwei-Brüder, Kani, Flache Insel und Pilau. Eine weitere bedeutende Insel aufgrund ihrer Natur und landschaftlichen Schönheit ist das winzige Chikly, das mitten im Tunissee liegt und die Ruinen einer alten Festung beherbergt.
Das große und „süße“ Djerba
Djerba (auch bekannt als „die süße Insel“) gilt als größte Insel Nordafrikas, obwohl sie so nah an der Küste – am südlichen Ende des Golfs von Gabès – liegt, dass sie gar nicht wie eine Insel wirkt. Ohne genau hinzusehen, fällt die schmale Meerenge, die Djerba vom Strand von Al Jurf trennt, kaum auf.
Jahrhundertelang zwischen Arabern, Sizilianern und Spaniern umkämpft, gehört Djerba seit 1524 zu Tunesien, als der Pirat Khayr al-Din „Rotbart“ die Insel eroberte und zu seiner Festung ausbaute. Heute leben hier 140.000 Einwohner maltesischer und berberischer Abstammung, viele von ihnen katholisch. Auf der Insel gibt es auch eine Synagoge, da dort eine große jüdische Gemeinde friedlich mit Angehörigen anderer Glaubensrichtungen zusammen-lebt.
Djerba ist vor allem aber eine beliebte Urlaubsinsel. Touristen lieben sie und strömen zwischen März und Oktober hierher, um die traumhaften Strände, die farbenfrohen Märkte und Sehen-swürdigkeiten wie die Festung Borj el-Kebir, das Volkskundemuseum und die Kunsthand-werksläden in den Dörfern Ajiim, El May, Fatou und Guellala zu erkunden. In Ghirba sollten Sie unbedingt die Synagoge besichtigen, in Mahbounine die Gärten bewundern und in Midoun traditionelle Tänze erleben! Schlangenliebhaber kommen im Djerba Explore Park voll auf ihre Kosten.
Kerkennah-Inseln
Vor der Küste von Sfax liegen die Kerkennah-Inseln, die so nah beieinander liegen, dass sie wie eine einzige Insel wirken. Sie bestehen aus zahlreichen Felsen und zwei bewohnten Hauptin-seln: Chergui und Gharbi.
Chergui (was „Osten“ bedeutet) ist die kleinere der beiden bewohnten Inseln, aber auch die bevölkerungsreichere. Hier befinden sich die meisten Dörfer und die Hauptstadt Remla. Auf dem Programm stehen das Heimatmuseum, die Ruinen einer alten Festung und Strände von so atemberaubender Schönheit, dass die Insel den Beinamen „Tunesisches Polynesien“ trägt.
Gharbi („Westen“) ist Cherguis Schwesterinsel und liegt nur wenige Kilometer entfernt. Sie ist größer und berühmt für ihre Palmenhaine und Obstgärten entlang der Strände. Die Stadt Mellita bietet das typische Bild eines arabischen Dorfes, das jedoch durch den Tourismus moderni-siert wurde.
Geschützte Paradiese
Vier kleine Inselgruppen stehen nun unter Naturschutz. Die tunesische Regierung hat die Inseln Kneiss, La Galite, Zembra und Zembretta zu Naturschutzgebieten erklärt.
Die Kneiss-Inseln liegen im Golf von Gabès, gegenüber von Djerba. Sie sind nicht nur ein Paradies für Zugvögel, sondern beherbergen auch Meeresböden mit einer reichen Vielfalt seltener Meeresfauna. An der Oberfläche sind noch archäologische Ruinen sichtbar, die Spuren der ge-ringen menschlichen Präsenz über die Jahrhunderte hinweg offenbaren.
La Galite liegt vor der Nordküste Tunesiens. Die Inselgruppe, die von wenigen Fischern bewohnt wird, ist reich an mediterraner Macchia und bietet ebenfalls spektakuläre Meeresböden sowie archäologische Funde aus römischer und karthagischer Zeit.
Zembra und Zembretta liegen im Norden und bilden zusammen einen geschützten mediterra-nen Biosphärenreservat-Nationalpark. Die größte Insel, Zembra, wird heute noch von der tune-sischen Armee als Wachposten und Übungsgelände genutzt.
Die Schildkröteninseln
Die Kuriat-Inseln gehören zu den touristischen Highlights Tunesiens, da sie vor der Küste von Monastir liegen und von dort oder von Sousse aus per Boot erreichbar sind. Berühmt für ihre vielfältige Unterwasserwelt, sind sie ein beliebter Nistplatz für Unechte Karettschildkröten. Aufgrund der Schönheit ihres Meeresbodens und ihrer Strände werden die Inseln jährlich von durchschnittlich 25.000 Menschen besucht. Daher versucht die Regierung, den massiven Touristenansturm – insbesondere in bestimmten Jahreszeiten – mit dem Schutz der Tiere in Einklang zu bringen. Die Regeln sind hier sehr streng: Spaß haben ist erlaubt, aber denken Sie daran: Die Natur hat Vorrang!
Chikly mitten im See
Die kleine Insel Chikly verdient besondere Erwähnung. Sie liegt mitten im Tunis-See, einer wun-derschönen Salzwasserlagune hinter der Hauptstadt, und ist leicht zugänglich. Hier befindet sich die mittelalterliche Santiago-Festung.
Die Santiago-Festung, deren Ursprünge bis in die römische und byzantinische Zeit zurückreichen, diente jahrelang als Militärstützpunkt und Gefängnis. In der Neuzeit diente die Insel auch als Kranken-haus und Zollquarantänestation für ausländische Waren und Passagiere. Heute ist sie für Touri-sten geöffnet, und dank der Inselführer können Besucher die Architektur und die Überreste an-tiker Mosaike inmitten der natürlichen Schönheit der Lagune bewundern. Tatsächlich rasten hier regelmäßig 57 Vogelarten, darunter Flamingos und Falken.
