Besuchen Sie Durban: das „andere“ Südafrika | Reiseblog Transfeero

Besuchen Sie Durban: das „andere“ Südafrika

6 Minuten Lesezeit

Stellen Sie sich vor, Sie planen eine unvergessliche Reise nach Südafrika, einem riesigen Land am „Ende der Welt“, wo die umgekehrten Jahreszeiten (August ist Winter, Januar Sommer) und die einzigartige Tierwelt stets besondere Erlebnisse garantieren. Welche Namen fallen Ihnen spontan ein? Kapstadt, natürlich. Johannesburg, gleich darauf. Und vielleicht einige exotische Namen für die verschiedenen Enklaven, in denen die ursprünglichen afrikanischen Stämme heute in einem föderalen System leben. Südafrika steht für Safaris, soziale Konflikte, Traumstrände und vor allem fürs Surfen an der berüchtigten Küste des Kaps der Guten Hoffnung, wo in der Vergangenheit so manches Schiff seine Hoffnung für immer verlor! Doch es gibt auch ein weniger spektakuläres, aber nicht weniger reizvolles Südafrika. Nehmen wir Sie zum Beispiel mit nach Durban.

Durban: Fernab vom Trubel

Durban Thekwini ist eine Hafenstadt an der Ostküste Südafrikas, sechs Autostunden von Johannesburg und neun Autostunden von Lesotho entfernt. Eingebettet in eine stille, unauffällige Ecke liegt diese Stadt mit ihren drei Millionen Einwohnern fernab jeglicher typischer Touristenrouten. Ähnlich wie Pretoria (die offizielle Hauptstadt Südafrikas) existiert sie zwar, aber nicht übermäßig, und Touristen wählen sie sicherlich nicht als Reiseziel.

Kapstadt ist natürlich spektakulärer und Johannesburg pulsierender, doch wer die wahre Seele einer Nation erleben möchte, muss tief unter die Oberfläche blicken, dorthin, wo niemand sucht. Und Durban könnte ein guter Ausgangspunkt sein. Außerdem … wer sagt denn, dass es weniger interessant ist als andere südafrikanische Städte?

Gegründet 1497 von Vasco da Gama persönlich, der hier einen Hafen für seine Schiffe errichten wollte, erlebte die Stadt ihren eigentlichen Aufschwung im 19. Jahrhundert, als die Engländer große Teile des afrikanischen Kontinents eroberten. Anders als andere Städte, die den strengen und rassistischen Gesetzen der Buren unterworfen waren, war Durban stets aufgeschlossen und gastfreundlich. Bewohnt von liberalen Engländern sowie indischen und Zulu-Einwanderern, war Durban Ende des 20. Jahrhunderts größer und lebendiger als Kapstadt! Heute ist es nach Johannesburg das zweitgrößte urbane Zentrum.

Was gibt es in Durban zu sehen?

Durban liegt am Indischen Ozean und genießt ein subtropisches Klima. Die Stadt ist daher ein beliebtes Reiseziel für Strandurlauber und bietet wunderschöne Strände, die weniger überlaufen und teurer sind als die in Kapstadt. Neben den Stränden ist Durban für seine kulturelle Vielfalt und den lebendigen Mix aus Traditionen und Geschmäckern bekannt.

Eines der Wahrzeichen der Stadt ist die Golden Mile, die berühmte Promenade, die sich über mehrere Kilometer entlang der Küste erstreckt. Dieser imposante Boulevard lädt zum Spazieren, Radfahren oder einfach nur zum Entspannen mit Blick auf den Ozean ein. Auf der einen Seite goldener Sand, auf der anderen Restaurants, Geschäfte und Luxushotels. Zu den bekanntesten Stränden zählen North Beach und uShaka Beach. Letzterer beherbergt außerdem den Meerespark und das Aquarium uShaka Marine World , eines der größten in Afrika. Das Moses-Mabhida-Stadion liegt ebenfalls an der Promenade. Es ist nicht nur die Heimstätte des südafrikanischen Fußballs, sondern auch für Touristen geöffnet, die bis zur obersten Tribüne hinaufsteigen und einen atemberaubenden Blick über die Stadt genießen können.

Wer mehr über die Geschichte und Traditionen der Stadt erfahren möchte, dem bietet das KwaMuhle-Museum einen interessanten Überblick über die Apartheid-Ära und die Entwicklung der Stadt. Das Museum erzählt Durbans sozialen Wandel anhand von Dokumenten, Fotografien und Zeitzeugenberichten und hilft so, Südafrikas Vergangenheit zu verstehen. Ein weiterer lohnenswerter Stopp ist das lebhafte Indian Quarter, Heimat der größten asiatischen Einwanderergemeinschaft der Stadt. Hier befindet sich der berühmte Victoria Street Market, ein farbenfroher Marktplatz, auf dem man Gewürze, Stoffe, lokales Kunsthandwerk und Souvenirs kaufen kann. Die Gegend ist auch der ideale Ort, um die lokale Küche zu genießen, die für „Bunny Chow“ berühmt ist – ein ausgehöhltes Brot, gefüllt mit würzigem Curry, das als eines der typischen Gerichte Durbans gilt.

Fahren Sie 30 Kilometer aus der Stadt hinaus ins Inanda-Tal und folgen Sie dem Inanda Heritage Trail, einer Kulturroute, die von Mahatma Gandhi erkundet wird. Hier entwickelte Gandhi seine Philosophie des passiven Widerstands, und der Weg führt an den Orten vorbei, an denen er lebte und predigte.

Naturreisen

Wer mehr Zeit hat, kann die Umgebung von Durban mit ihren zahlreichen Naturschutzgebieten und spektakulären Landschaften erkunden.

Die Küste von KwaZulu-Natal bietet Möglichkeiten zum Tauchen, für Bootsausflüge sowie zur Beobachtung von Delfinen und Walen während der Migrationszeit. Unweit der Stadt befinden sich außerdem Naturparks, in denen man afrikanische Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten kann, wie beispielsweise das Tala Game Reserve, ein Schutzgebiet für über 300 Vogelarten. Und falls Sie bereits einen ersten Eindruck von der Schönheit der Stadt gewonnen haben, indem Sie den Botanischen Garten mit seinen tropischen Pflanzen, Palmen, Orchideen und Pflanzenfossilien besucht haben, werden Sie Ihre Erkundungstour sicherlich im Hluhluwe Game Reserve fortsetzen wollen, das etwa zwei Autostunden von Durban entfernt liegt. Dort können Sie Afrikas berühmteste und schönste Tiere – Löwen, Tiger, Elefanten und Giraffen – in freier Wildbahn bewundern, aber unter sicheren Bedingungen für alle.

Weitere ideale Ziele für aufregende Safaris sind die PheZulu- und Zulu-Nationalparks.

Anreise und Fortbewegung in Durban

Durban liegt wirklich abgelegen und ist daher auf seinen eigenen internationalen Flughafen (DUR) angewiesen, der Flüge von den großen Flughafen Johannesburg (JNB) und Flughafen Kapstadt (CPT) empfängt. Nach der Landung können Sie ein Auto mieten. Da südafrikanische Straßen jedoch nie wirklich sicher sind, empfiehlt sich ein Transfer mit Chauffeur, damit Sie auch einen ortskundigen Reiseführer zur Hand haben.

Wenn Sie die Umgebung erkunden möchten, buchen Sie am besten eine Tour bei einem der vielen einheimischen Reiseveranstalter. Diese Unternehmen arbeiten oft direkt mit den Stämmen zusammen, die in der Nähe der Reservate und Nationalparks leben, und garantieren so erfahrene Expeditionsleiter.

Sicherheit: Vorsicht ist geboten

Trotz der Schönheit seiner Strände und Naturparks zählt die Innenstadt von Durban nicht zu den sichersten Orten für Touristen. Natürlich gibt es keine dramatischen oder gar lebensbedrohlichen Situationen, aber es ist gut zu wissen, wo man sich alleine aufhalten kann und wo es ratsam ist, in einer Gruppe oder mit einem Reiseführer zu bleiben.

Besuchen Sie die Viertel nördlich des Zentrums am besten nur in Begleitung einer ortskundigen Person, die mit den dortigen Problemen vertraut ist. Das Stadtzentrum bietet ebenfalls ein vielfältiges Unterhaltungsangebot, insbesondere an Wochenendabenden. Daher empfiehlt sich ein Besuch tagsüber, wenn weniger betrunkene Randalierer unterwegs sind.

Die Strände sind sicher und werden gut überwacht. Dennoch ist es ratsam, Schmuck und wertvolle Uhren nicht mit an den Strand zu nehmen. Vermeiden Sie nach Möglichkeit das Schwimmen in der Nacht. Das Meer ist dann nicht immer ruhig und einladend, und die Überwachung der Strände lässt aufgrund der Pandemie nach, was zu unangenehmen Begegnungen führen kann.

Flughäfen in der Nähe

Verfasst von

Grazia Musumeci

Born in Catania, I have a PhD in Foreign Languages ​​and have been working as a translator, web writer, and web data/content editor in the publishing and tourism sectors since 1999. In addition to Italian, I speak fluent English (advanced level) and have a good knowledge of French and Spanish. I also have a quite good knowledge of German. In my spare time, I enjoy writing, taking photos and ...trying to learn Arabic!

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